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Gesundheitsvorsorge für Argentinien-Reisen

In Südamerika herrschen andere klimatischen Verhältnisse als bei uns in Europa. Wer aber einige wenige Dinge beachtet, kommt heil und gesund wieder zurück. Unser unverbindlicher Gesundheitsratgeber für Argentinien-Reisen enthält einige Vorabinformationen als ersten Überblick. Jedoch kann er Ihren Hausarztbesuch nicht ersetzen.

Impfempfehlungen und Pflichtimpfungen für Argentinien

Pflichtimpfungen gibt es für Reisen nach Argentinien nicht. An die Standard-Impfempfehlungen sollte sich jeder Tourist aber halten und vorher im Impfpass nachschlagen, ob etwas aufgefrischt werden muss. Dazu gehören Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten sowie Mumps, Masern, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza sowie als Reiseimpfung Hepatitis A. Reisende mit besonderem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung oder Langzeittouristen sollen ihren Impfschutz gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus überprüfen.

Des Weiteren empfiehlt sich eine Gelbfieberimpfung bei Einreise aus einem Risikoland (wie Bolivien), für Touren im Regenwald und für die Regionen Chaco und Iguazú (-Wasserfälle), und zwar mindestens 10 Tage vor Ihrer Einreise. Und: Falls Sie von Argentinien in ein anderes Land weiterreisen wollen, müssen Sie unter Umständen dort einen Nachweis über eine Gelbfieberimpfung vorlegen.

Anlaufstellen für Impffragen zum Argentinien-Urlaub

Vor der Argentinien-Reise

Ein Checkup-Zahnarztbesuch zuhause kann eventuelle, wenn auch seltene Probleme vor Ort erheblich einschränken. Gehen Sie lieber zweimal in Deutschland als einmal im Urlaubsland, da dort das Infektionsrisiko deutlich höher ist.

Darüber hinaus raten wir dringend zum Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher nötig wird ist zwar gering, doch sollte dieser Fall eintreten, können dabei leicht Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen. Auch dem Abschluss einer Reisegepäckversicherung zum Schutz gegen Diebstahl und Verlust ist anzuraten.

Malaria und Dengue

Argentiniens Norden liegt in der tropischen Klimazone und damit geht ein minimales Ansteckungsrisiko für Malaria einher. Betroffen sind die Provinz Salta und das Departamento Iguaçu in Misiones. Nicht mehr betroffen ist das Gebiet um die Iguaçu-Wasserfälle. Auch wer scheinbar gesund zurückkehrt, muss seinem Arzt bei einer späteren Fiebererkrankung mitteilen, dass er in einem tropischen Land Urlaub gemacht hat.  Grundsätzliche Maßnahmen zur Moskitoprävention sind nach wie vor:

  • langärmelige, helle Kleidung (gibt es moskitoabweisend)
  • Anti-Moskito-Mückenschutz (Repellents) immer vollständig auftragen, zB. Anti Insekt DEET Spray mit 40% oder Anti Insekt Spray mit Icaridin
  • mit imprägniertem Mückennetz reisen

Wer kontinuierlich und 24-Stunden lang einreibt, verringert das Risiko für Dengue und Malaria. Denn die Malaria übertragenden Mücken stechen meist nachts und in der Dämmerung, während die die Dengue übertragenden Mücken tagsüber stechen.

Das Denguefieber, seit 2016 wieder vermehrt im Ausbruch, äußert sich in Symptomen wie Fieber, Hautausschlag und starken Gliederschmerzen und wird von der Mücke Aedes aegypti übertragen. Eine Vorsorge-Medikation gegen die Krankheit existiert nicht.

Viruserkrankungen in Argentinien

In den See- und Flusslandschaften westlich von Buenos Aires sind in der Vergangenheit vereinzelt Fälle des Hantavirus aufgetreten. Die Übertragung erfolgt zumeist durch den direkten Kontakt mit Ausscheidungen infizierter Organismen oder deren Bisse (Nagetiere). In den Sumpf-, Moor- oder Auenlandschaften westlich von Buenos Aires und östlich der Atlantikküste im Norden ist Spazieren außerhalb der Wege und Fischen nicht zu empfehlen.

Das Zika-Virus ist vor allem für Schwangere bzw. das Ungeborene eine Risikoerkrankung und es gibt aktuell keine Prophylaxe außer die Vermeidung der betroffenen Gebiete. Die Symptome sind ähnlich dem des Dengue-Fiebers: Fieber, Hautausschlag , Gelenkschmerzen, einer Entzündung der Augenbindehaut sowie seltener Muskel- bzw.Kopfschmerzen und Erbrechen. Vor allem sollten Paare beim Geschlechtsverkehr Kondome benutzen, denn der Mann kann die Krankheit sexuell auf die Frau übertragen.

Während der Reise

Es gelten keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen für argentinische Speisen und Getränke. Nur bei Strassenständen und offenen Buffets wird zur Zurückhaltung geraten, sofern Sie einen empfindlichen Magen haben. Wie in allen südlichen und warmen Ländern mit anderen Trinkwasserstandards wird vom Trinken des Leitungswassers ausdrücklich abgeraten. Laut WHO stammen 80 % aller Magen-Darm-Probleme und Urlaubslebensmittelvergiftungen von verunreinigtem Trinkwasser und die besten Sicherheitshinweise sind immer die gleichen:

  • Leitungswasser abkochen (zum Trinken, zum Zähneputzen)
  • besser: Wasser in Flaschen kaufen
  • In höheren Lagen Leitungswasser länger abkochen wegen dem niedrigeren Siedepunkt
  • Keine Getränke mit Eiswürfeln (außer in großen Hotels, Resorts, wo Eiswürfel geliefert werden)

Auch die Sonne ist für Mitteleuropäer ungewohnt – die Sonneneinstrahlung ist in vielen südamerikanischen Gegenden wesentlich höher als in Deutschland! So sollte man einen Hut und Sonnenbrille tragen. Außerdem empfiehlt sich, besonders im Hochgebirge (auch bei bewölktem Himmel), die Benutzung von Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30, bei empfindlicher Haut sogar von 50 und mehr. Ein ständiger und gründlicher Mückenschutz ist unverzichtbar!

Hier lernen Sie den Iguazú Nationalpark von der brasilianischen und argentinischen Seite kennen!

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Höhenprobleme und Höhenkrankheit

Die Höhenkrankheit betrifft grundsätzlich nur Touristen, die Expeditionen oder Trekking- und Bergsteigertouren auf Gipfel über 3.000 m Höhe unternehmen. Denn sie überwinden meist in kurzer Zeit große Höhenunterschiede. Inwiefern Höhenprobleme den Einzelnen betreffen, kann man erst vor Ort feststellen.

Symptome der Höhenkrankheit sind Kopfschmerzen und Übelkeit. Bekämpfen lassen sie sich eventuell mit Aspirin. Eine altermative, einheimische Methode gegen die Höhenkrankheit wirkt aber nicht unbedingt schmackhaft ist, ist es, gerollte Coca-Blätter stundenlang zu kauen. Bei der abgeschwächten Variante der Coca-Einnahme kocht man Coca-Blätter mit heißem Wasser auf, fügt Zucker hinzu und trinkt diesen Mate de Coca literweise. Coca-Blätter sind legal und gehören zur einheimischen Genusskultur, dürfen aber nicht nach Deutschland eingeführt werden. Von Höhenmitteln wie Diamox wird ausdrücklich abgeraten.

Einzige Vorbeugemaßnahme: Übersteigern Sie Ihr Tempo nicht. Überschätzen Sie nicht Ihre Kräfte und versuchen Sie nicht, einen Rekord aufzustellen.

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