Isla Grande de Tierra del Fuego

Feuerland

Feuerland ist eine inselartigte Reiseregion im südlichen Teil Argentiniens als auch Chiles und zugleich der südlichste Teil Patagoniens und besitzt keine direkte Verbindung zum Festland. Der Landstrich beginnt unterhalb der Magellanstrasse, eine breite Meereseinfahrt zum Atlantik. Der östliche Teil bis zum Atlantik gehört zu Argentinien, der westliche, getrennt durch eine kerzengerade Linie bis zum Beaglekanal, gehört zu Chile. Im Teil des argentinischen Feuerlandes liegt die Tierra del Fuego mit ihrem Nationalpark.

Ihren Namen hat die Inselgruppe von dem portugiesischen Forscher Ferdinand Magellan, der unter spanischer Krone segelte und 1520 als erster Europäer dieses Land besuchte. Bei seiner Ankunft glaubte er viele Feuer (spanisch: fuego) von den Yaghan-Indianern zu sehen, die im Wald darauf warteten seine Armada zu überfallen.

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Feuerlands Landschaft und Tierwelt

Feuerland besitzt eine atemberaubende, sehr ursprüngliche Natur, vor der sich jeder Besucher winzig klein vorkommt. Wer Feuerland von Norden her erreicht, hat wahrscheinlich schon lange Strecken entlang der Ostküste Argentiniens hinter sich gebracht und die Weite der steppenartigen Pampa irgendwann sprichwörtlich „über“. Auf Feuerland beginnt dann eine beeindruckende Baumlandschaft größtenteils bestehend aus knorrigen Südbuchen, die auch Lenga-Bäume genannt werden. Deren Wurzelwerk sieht manchmal wie tausende von Greifarmen aus, die sich über den Boden tasten. Urwald, Sommergrüner Laubwald und gemäßigter Regenwald wechseln sich auf Feuerland ab. Im nordwestlichen Teil von Feuerland gibt es die sogenannten immergrünen Wälder, im Zentrum wächst der sommergrüne Wald.

Königspinguine auf Feuerland

Aber nicht nur buckliges Totholz und faszinierende Trollwälder hat die Natur hier zum bestaunen hervorgebracht, auch Gletscher sowie ihre dunkelblau-grünen Gletscherseen zeugen von kristallklarer Farbenfroheit und Urgewalt. Dazwischen stolzieren Pinguine durch Grasland, wälzen sich Biber (zahlreich da es keine natürlichen Fressfeinde gibt), Seelöwen und Otter durchs Wasser, galoppieren Wildpferde. Die Küstenabschnitte sind menschenleer, abwechslungsreich und zeichnen sich durch beeindruckend zerklüftete Felsformationen mit teils sehr windschiefen Bäumen aus.

Zu den Säugetieren, die auf Feuerland vorkommen, gehören Guanakos, Andenschakale, Mähnenrobben, Küstenotter, Südliche Flussotter, Mausohren, Kammratten und Kanadische Biber (die 1946 zur Pelztiernutzung angesiedelt wurden und heute eine ernste Gefahr für den Baumbestand darstellen).

Bei den Vögeln sind Darwin-Nandus (von Menschen angesiedelt), Andenkondore, Chileflamingos, Schwarzbrauenalbatrosse, Riesensturmvögel, Magellangänse, Antarktische Kormorane, Falklandkarakaras, Schopfkarakaras, Braune Skuas, Dominikanermöwen, Königspinguine, Magellanpinguine, Sumpfohreulen, Smaragdsittiche, Rotbrustfischer, Chilekolibris und Wale hervorzuheben.

Die Schönheit der feuerländischen Natur erlebt man in geballter Form im Nationalpark Tierre del Fuego!

Klima und Wetter in Feuerland

Mit stürmischem Wind muss allerdings jeder Besucher zu jeder Zeit rechnen. Hier unten am Ende der Welt übernimmt die Naturgewalt und zeigt dem Menschen, wie klein er ist. Die gelegentlich kalbenden Gletscher in der Region, so nennt man das Abbrechen größerer Eisblöcke von Gletschern ins Meer, machen die Überlegenheit der Natur einmal mehr deutlich.

Gleich vorneweg: Feuerland ist, trotz seiner paradiesisch ursprünglichen grünschimmernden Küstenabschnitte kein wirkliches Badeurlaubsgebiet. Die Temperaturen werden Ihnen dies vor Augen führen: Der argentinische Südsommer erreicht durchschnittlich 15 bis 17 ° Grad. Eine Höchsttemperatur von 30 ° Grad wird auch im heißesten argentinischen Monat, dem Januar, nie erreicht. In der gegenüberliegenden Jahreszeit, also dem kältesten Monat Juli, sind auch minus 20 ° Celsius möglich. Seien Sie wettermäßig auf alles vorbereitet: Wenn es morgens nach dem Aufstehen noch schön aussieht, kann sich das Wetter bis Mittag durchaus wenden. Und umgekehrt.

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