Feuerland

Lage Feuerland

Lage Feuerland

Die Inselgruppe Feuerland leitet sich vom spanischen Tierra del Fuego ab, was „Land des Feuers“ bedeutet. Sie befindet sich an der Südspitze Patagoniens und wird vom Festland durch die Magellanstraße abgetrennt. Der östliche Teil unterliegt der argentinischen Provinz Tierra del Fuego.


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Ihren Namen hat die Inselgruppe von dem portugiesischen Forscher Ferdinand Magellan, der unter spanischer Krone segelte und 1520 als erster Europäer dieses Land besuchte. Bei seiner Ankunft glaubte er viele Feuer (spanisch: fuego) von den Yaghan-Indianern zu sehen, die im Wald darauf warteten seine Armada zu überfallen.

 

Landschaft

Der Archipel besteht aus der Hauptinsel Isla Grande de Tierra del Fuego oder Isla Grande. Diese ist zwischen Argentinien (40 %) und Chile (60 %) aufgeteilt.

Isla Grande de Tierra del Fuego (CC BY by Bas Wallet)Der Archipel wird von einem Ost-West-Kanal, dem Beagle-Kanal, unmittelbar im Süden von der Hauptinsel durchzogen. Die größten Inseln im Süden von dem Kanal sind Hoste und Navarino.
Der westliche Teil der Isla Grande, sowie fast alle anderen Inseln, gehören zu Chile. Der östliche Teil, und einige kleinere Inseln im Beagle-Kanal, fällt unter argentinisches Territorium.

Das Gebirge Cordillera Darwin im Südwesten der Isla Grande in Chile, bildet mit fast 2.500 m hohen Bergen (Mount Darwin mit 2.488 m) den letzten großen Höhenzug der Anden in Südamerika und besitzt viele Gletscher, die bis an den Ozean reichen.

Ushuaia

Im Süden der argentinischen Provinz Tierra del Fuego, auf der Isla Grande und Isla de los Estados, gibt es eine eigene Vegetationszone, die deutlich feuchter als der steppenhafte Norden ist: die feuerländische Moor- und Parklandschaft. Hier finden sich dichte feuchte Wälder und Moorlandschaften.

Die bedeutendsten Orte auf der Isla Grande sind im argentinischen Teil Río Grande (ca. 67.000 Einwohner) und Ushuaia (ca. 57.000 Einwohner).

 

Klima

Häufig liegt südlich der Spitze von Südamerika ein Tiefdruckgebiet, was für Feuerland westliche Wind zur Folge hat. Das Klima ist kühl-gemäßigt mit maritimen Einfluss, und über das ganze Jahr relativ kalt und feucht. Das Wetter kann im Tagesverlauf sehr unbeständig sein und häufig wehen starke Winde.

Darüber hinaus wird Feuerland nie von einer atlantischen Warmströmung (Brasilstrom) erreicht. Vielmehr gelangt die polare Kaltströmung (Falklandstrom) im südlichen Sommer bis zum Río de la Plata in Argentinien und im Winter sogar bis Südbrasilien.

Das lokale Klima ist von starken Unterschieden geprägt: so fallen im Westen Niederschläge von bis zu 6.000 mm pro Jahr, im Osten hingegen nur etwa 250 mm. Diese Schwankungen bringen sowohl Regenwald als auch Halbwüsten hervor.

Die Temperatur zeigt nur geringe jahreszeitliche Schwankungen und liegt in Ushuaia im Sommer durchschnittlich zwischen 6 und 10 °C und im Winter bei durchschnittlich 0 °C. Im Sommer kann es auch Schneefall geben.

 

Flora und Fauna

Feuerland zählt pflanzengeographisch zum antarktischen Florenreich.

Im Nordwesten finden sich vor allem immergrüne Wälder, während im Zentrum der Insel hauptsächlich sommergrüne Wälder vorherrschen. Der Bereich in unmittelbarer Küstennähe ist aufgrund der starken Stürme waldfrei.

Der Ostteil der Insel ist ebenfalls ohne Baumbewuchs, da es hier zu trocken ist. Es dominieren Gräser, Krummholzgebüsche, Zwergsträucher und Polsterpflanzen. Im Westen sind, aufgrund des feuchten Klimas, häufig Moore und Tundra vertreten.

GuanakoZu den Säugetieren, die auf Feuerland vorkommen, gehören Guanakos, Andenschakale, Mähnenrobben, Küstenotter, Südliche Flussotter, Mausohren, Kammratten und Kanadische Biber (die 1946 zur Pelztiernutzung angesiedelt wurden und heute eine ernste Gefahr für den Baumbestand darstellen).

Bei den Vögeln sind Darwin-Nandus (von Menschen angesiedelt), Andenkondore, Chileflamingos, Schwarzbrauenalbatrosse, Riesensturmvögel, Magellangänse, Antarktische Kormorane, Falklandkarakaras, Schopfkarakaras, Braune Skuas, Dominikanermöwen, Königspinguine, Magellanpinguine, Sumpfohreulen, Smaragdsittiche, Rotbrustfischer, Chilekolibris und Wale hervorzuheben.


Um die Artenvielfalt zu schützen wurde nahe Ushuaia der argentinische Nationalpark Tierra del Fuego eingerichtet.

In der unten stehenden Karte kann man dem ungewöhnlichen Ruf eines Guanako (ein wildlebendes Kamel) auf Tierra del Fuego (Feuerland) an der südlichen Spitze Südamerikas lauschen (Habitat: Patagonischer Wald).

Guanaco: Tierra de Fuego (Feuerland)

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