Iguazú Wasserfälle

Einer der wohl bekanntesten Besichtigungsorte Südamerikas sind die Iguazú Wasserfälle (spanisch: Cataratas del Iguazú), die vom Fluss Iguazú (bzw. Iguaçu), an der Grenze zwischen dem brasilianischen Bundesstaat Paraná und der argentinischen Provinz Misiones, gespeist werden.
Sie dehnen sich auf 2,7 km Länge mit 20 größeren sowie 255 kleineren Wasserfällen aus und sind durch mehrere größere und kleinere Felsinseln voneinander getrennt. Dabei erreichen einige bis zu 82 m Höhe, der Großteil ist etwa 65 m hoch. Die an den Fällen passierende Wassermenge schwankt von 1.500 bis mehr als 7000 m³/s.
Der sogenannte Teufelsschlund (spanisch: Garganta del Diablo), eine U-förmige, 150 m breite und 700 m lange Schlucht, sticht als Wasserfallsystem besonders hervor, da hier gewaltige Wassermassen in die Tiefe stürzen.

Die meisten Fälle befinden sich auf argentinischer Seite, wo sie im Iguazú Nationalpark unmittelbar erlebt werden können. Von der brasilianischen Seite aus, hat man hingehen den größeren Panoramablick auf die Fälle.

Blick von brasilianischer SeiteDie Städte Puerto Iguazú (Argentinien) und Foz do Iguaçu (Brasilien) dienen als Ausgangspunkt für die Besichtigung der Wasserfälle.

Die Nationalparks Iguazú (Argentinien) bzw. Iguaçu (Brasilien) beiderseits der Wasserfälle, wurden in 1980er Jahren zum UNESCO-Welterbe erklärt und schützen einen der letzten Reste des Atlantischen Regenwaldes. Sie bilden einen wichtigen Rückzugsort für verschiedene Arten; so leben allein etwa 800 Schmetterlingsarten in den Parks.

Im gesamten Nationalpark gibt es große Populationen Südamerikanischer Nasenbären, die auf Nahrungssuche Mülleimer plündern und teilweise auch gegenüber Touristen aggressiv und bissig werden.

Blick in den „Teufelsschlund“ von brasilianischer SeiteDer Mythos des indigenen Volkes der Guaraní, sieht die Wasserfälle als Werk des vor Eifersucht rasenden Gottes (M)Boi. Dieser bösartige und rachsüchtige Gott in Form einer Riesenschlange verlangte jedes Jahr eine Jungfrau. Einmal floh die Auserwählte gemeinsam mit ihrem Geliebten mit dem Kanu flussabwärts. (M)Boi bemerkte dies und schlug voller Zorn eine Schlucht in das Flussbett. Die Seele des Mädchens blieb in einem Felsen am Fuße des Wasserfalls gefangen und ihr Geliebter verwandelte sich daraufhin in einen Baum am Ufer des „Teufelsschlundes“, wo er diesen Felsen im Auge behielt.

Hier finden Sie ausführliche Informationen zur Besichtigung des Iguazú Nationalpark.


– Reise-Anzeigen –
– Anzeige –

Argentinien

Iguazu-Wasserfälle (UNESCO)
3 Tage Reisebaustein ab 250 EUR

  • Besuch der Wasserfälle in zwei Ländern
  • Teufelsrachen „Garganta del Diablo“
– Anzeige –

Chile • Argentinien

Höhepunkte Patagoniens
6 Tage oder 7 Tage Reisebaustein ab 1210 EUR

  • Torres del Paine – Chiles bekanntester Nationalpark
  • Gletscherwelt im Los Glaciares Nationalpark
  • Gemütliche, komfortable Unterkünfte
– Anzeige –

Argentinien

Argentiniens Norden erleben
7 Tage Selbstfahrertour ab 810 EUR

  • Salzseen und Lamas in Argentiniens Nordwesten
  • Farbenfrohe Humahuaca-Schlucht (UNESCO)